Auf ein Neues in der Weiler Hütte

Jahresauftaktveranstaltung mit kabarettistischem Programm

Am 25. Januar fand in den Räumen des Waldgasthofes Weiler Hütte die Jahresauftaktveranstaltung des HGH „Auf ein Neues“ statt. Und wieder zeigte sich, dass die lieb gewonnene Tradition, das Jahr mit einer gemeinsamen Veranstaltung zu beginnen, offensichtlich das Bedürfnis der Mitglieder des Vereins trifft.

Es waren rund 60 Gäste, die das Team um Eberhard Hiller mit einem Begrüßungssekt empfangen konnte. Und schon hier nutzten viele die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Plausch und Austausch. Denn auch das bietet die Auftaktveranstaltung immer wieder: Neben gutem Essen und kulturellem Begleitprogramm, die Möglichkeit sich ausgiebig mit den neusten Neuigkeiten zu versorgen oder gesellig einen kurzweiligen Abend miteinander zu erleben.

Aufruf Pro B 464 !!!

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Edel Stribick wurde Stadtrat Eberhard Binder die Gelegenheit eingeräumt, für eine Aktion zu werben, die den Ausbau der B464 im Bewusstsein der Bürger und Betroffenen halten soll.

Die Idee, kurze knackige Statements zum verschobenen Ausbau der Bundesstraße zu finden, soll dann darin münden, dass diese Sprüche werbewirksam veröffentlicht werden. Und nun ging es darum, Sponsoren für die Finanzierung dieser Werbung zu gewinnen.

Danach nahm der Abend mit Vor- und Hauptspeise seinen Lauf, bevor die Akteurin des Rahmenprogramms, die schwäbische Kabarettistin Marita Hitzler, die Gäste mit ihrem speziell für diesen Abend vorbereitetem Programm unterhalten durfte. Ein ums andere Mal bewies die aus Dillingen stammende Kabarettistin, dass sie in der Lage ist, Beobachtungen der alltäglichen Realität in kleine Spitzen der Ironie umzuwandeln. Sei es, dass sie sich auf dem endlich erklommenen Berggipfel Scharen von Touristen ausgesetzt sah, die alle bequem mit dem Bus angereist waren. Oder sie die Waffentauglichkeit von High Heels zur Sprache brachte. Ebenso zeichnete sie ein ironisches Bild von männlichen und weiblichen Radfahrern und zelebrierte hier genüsslich die Unterschiede. Ihr Slogan dazu: „Cruisen statt Rasen”.

Und immer wieder gelang es ihr, das Publikum mit einzubeziehen. So saß Ihre imaginäre Freundin Frau Mayer-Maultäsch plötzlich mitten unter den Gästen oder der von ihr liebevoll umbenannte Sugar daddy Tarzan durfte hier und da ihre ironischen Ausführungen kommentieren. Beachtlich war hierbei der Umfang der von ihr vorgetragenen Passagen, text- und pointensicher hatte sie immer wieder die Lacher auf ihrer Seite.

Überrascht wurden die Zuhörer von der Vorstellung der textilen Neuerungen, mit dem Hitzler den zweiten Block ihres Abendprogramms einläutete. So sieht sie eine Zukunft mit denkender Unterwäsche vor uns, in der „ d' Unterhos' g'scheiter is als der Arsch, der drinsteckt" so ihre skeptischen Überlegungen.

Und mit satirischem Witz und im Badeanzug nahm sie im letzten Teil des Programms die Zuhörer mitten hinein in ihre Vorbereitungen zu einem schwäbischen Abend zu Zweit. Natürlich konnte hier alles nur wieder anders kommen, als sie sich das gedacht hatte und die Zuhörer hatten an dieser, mit satirischem Witz parlierten Episode, wirklich ihren Spaß. Zu später Stunde trennte man sich dann, mit gut durchtrainierten Lachmuskeln und der Vorfreude auf das nächste Beisammensein.

Aus dem Marktblatt